„Meetings und Meetingräume"

Ein häufig beklagtes Übel im Arbeitsalltag sind unproduktive Sitzungen. Schon vor einem Vierteljahrhundert haben Psychologen belegt, dass dies vor allem am schlechten Informationsaustausch in Besprechungen liegt. Eigentlich weiß Teilnehmer A etwas, was die Teilnehmer B, C und D noch nicht wissen. Die Meetingzeit wird allerdings dafür geopfert, dass Teilnehmer C seinem Kollegen D Fakten erklärt, die alle anderen schon kennen. Was tun, um die Information besser zum Fließen zu bringen? Fordern Sie die Teilnehmer im Voraus auf, Redebeiträge einzubringen. Sprechen Sie als Meetingleiter erst ganz am Schluss. So hören Sie Beiträge, die von Ihrem eigenen unbeeinflusst sind.

Ein weiterer psychologischer Kniff betrifft die Sitzordnung: Kreisförmige Tische etwa fördern Harmonie und Konformität, eckige Anordnungen dagegen Individualität und Eigenverantwortung. Prüfen Sie einen Konferenzraum auch hinsichtlich seiner Deckenhöhe auf die Tauglichkeit für das nächste Meeting. Soll eher kreativ oder in großem Stil gedacht werden, empfiehlt sich Forschern zufolge eine möglichst hohe Decke. In Räumen mit eher niedrigerer Decke wird dagegen konkreter und praxisbezogener gedacht.“

Auszug aus: Steve J. Martin, Noah J. Goldstein und Robert B. Cialdini. „Überzeugen mit einfachen Kniffen.“ iBooks.